Countdown zur Regiepremiere
In ein paar Tagen feiert unser Film TV-AKTIV (Tina und mein Regiedebüt) seine Kinopremiere hier im Wiener Votivkino. Und ich kann gespannter nicht sein.
Die bisherigen Kritiken, derjenigen die den Film schon vorab sehen konnten, fielen alle positiv aus. Begeistert mitunter. Unser Dozent Peter Baminger, welcher sich zu Beginn unserer Produktion noch gegen die Umsetzung unserer Filmidee aussprach – es könne nichts Gutes bei rum kommen, er hat sich gern korrigiert.
Und sein Lob löst bei mir – bei uns besonderen Stolz aus. Denn die Lehrveranstaltung bei Peter gehört zu den Highlights der Dinge die ich in Wien bisher erleben durfte. Seine Erfahrung sowie seine Leistung geben seinem Urteil eine besondere Bedeutung – von der persönlichen abgesehen.
Aber nicht nur Stolz ist es was mir der Film brachte. Ich konnte Freundschaften vertiefen. Zu meiner Buch- und Regiepartnerin Tina die ich im Februar erst beim ORF kennen gelernt habe und mittlerweile nicht mehr missen möchte, da sie nicht nur auf kreativer Ebene ein Gewinn ist.
Auch David, unser Kameramann, den ich im Oktober kennen gelernt habe. Ich will sagen, dass die gemeinsame Arbeit an diesem und den zwei anderen Filmen (Stalker und Den Versteh I Jetz Ned) uns auch freundschaftlich näher als zuvor zusammengerückt hat – auch wenn wir ab und an konträre Ansichten haben, erzeugt dies weniger Reibung als viel mehr eine Erweiterung meines Horizonts. Denn er ist (da stimme ich der Meinung Peters vollkommen zu) ein Ausnahmetalent (nicht nur) an der Kamera.
Ich bin froh über jedes einzelne Mitglied der Filmcrew, die außerordentliche Arbeit geleistet hat. Und über die Darsteller – die in Anbetracht knallender Hitze erbarmen mit unserer kleinen Produktion hatten wenn z.B. beim Catering nicht genug Wasser da war oder Tina und ich die Auflösung aufgrund neuer Einfälle komplett umgeschmissen haben und spontan eine neue improvisierten.
Stefan und Thomas vom Ton haben sich Nächte um die Ohren geschlagen um wett zu machen, dass sich bei uns niemand um eine Takeliste gekümmert hat; oder um Flugzeuge und LKW rauszufiltern und einen phänomenalen Score zu komponieren.
Ponsi soll nicht unerwähnt bleiben. Der als Mädchen für alles quasi eine Set-AL war, Tiersitter und immer dort angepackt hat wo Not am Mann war. Großartig!
Es tut mir leid für die Personen, die sich Zeit genommen und Mühe gegeben haben um uns bei unserem Dreh zu unterstützen – deren Szenen wir aber aus Gründen der Dramaturgie komplett raus nehmen mussten. Obwohl wir von der Leistung und Hilfsbereitschaft dieser Leute beeindruckt waren und bleiben.
Unserer Produktionsleitung Caro, sowie Aila und Christina die ihr unter die Arme gegriffen haben wenn es um die Organisation des Drehs ging, gebührt natürlich auch meine besondere Dankbarkeit dafür, dass sie es Tina und mir möglich gemacht den Film in seiner gelobten Präsenz umzusetzen. Insbesondere auch weil sie unserer Vorstellung des Films blind vertraut hat.
Ich habe schätzen gelernt wie wichtig eine gute Planung, durchdachte Organisation und Sonnencreme sind. Und ab Dienstag werde ich lernen wie das Publikum – wie ihr – unseren Film bewertet; auch für diese Möglichkeit bin ich sehr dankbar.
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