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Exposé „Unwissenheit“

In letzter Zeit habe ich, während meiner Internetabstinenz, darüber siniert welchen Zweck doch mein Blog verfolgt. Ob es überhaupt einen Sinn hat ihn zu betreiben. Doch nun, da ich Rahmen meines Kurses “Von der Idee zur Sendung” ein Exposé mit dem Thema “Wien”, “Fremde” und “Lust” erarbeiten sollte, fällt es mir wie Schuppen von den Augen – ich kann dieses Exposé für alle nachvollziehbar hier ausstellen – und ihr könnt es beurteilen.

Ein Kurzfilm im Rahmen des Projekts “Fremde, Wien, Lust”

Filmtitel: “Unwissenheit”
Länge: 25 Minuten

Die fiktive Tragödie “Unwissenheit” begleitet einen Mann mittleren Alters in die Fremde der Stadt Wien, auf eine Geschäftsreise. Aus der Sehnsucht nach seiner Frau wird die Sucht nach Geborgenheit – die zu einem unumkehrbaren Bruch der Ethik und Moral führt. Von dem niemand etwas weiß.

Eine Frau um die 20 liegt in einem Wiener Spital. Sie ist wunderschön, hat langes braunes Haar, ein unschuldiges, engelsglgeiches Gesicht. Sie weint, schluchzt nach THEO. In ihren Armen ein Neugeborenes.

THEO, ein Mann Ende der 30, betritt ein Wiener Hotelzimmer. Er trägt einen Anzug, wie es für einen Businessmenschen üblich ist. Das Hotelzimmer ist leer, kahl – dennoch mutet es kostspielig an.
Sein Telefon klingelt, er zieht es aus seiner Tasche um auf das Display zu schauen. Natürlich ist es ein iPhone oder ein Blackberry, wie es sich für seine Tätigkeit gehört. Am anderen Ende der ätherischen Leitung des Handynetzes ist sein Kollege – und alter Bekannter – ELIAS.
Zwischen ELIAS und THEO findet eine Unterhaltung über die Einsamkeit auf Geschäftsreisen, wie auch diese jetzt nach Wien, statt. ELIAS schlägt THEO vor, dass sie sie Callgirls auf’s Zimmer bestellen. Ein Vorschlag den THEO nicht ernst zu nehmen versucht und die, in seinen Augen unmoralische, Idee ad absurdum führen will, indem er seine Ehe mit MARIA erwähnt.
THEO beendet das Gespräch, mit dem Verweiß auf den Berg an Arbeit der noch vor ihm liegt. – Wieder steht er allein in dem leeren Hotelzimmer.
Er setzt sich auf den Bettrand und zückt ein Foto seiner Frau MARIA aus der Brieftasche. Die Einsamkeit die er dabei empfindet, gepaart mit der Lust die in ihm aufsteigt, durch das Betrachten des Bildes, lassen ihn zum Telefon des Hotelzimmers greifen; ein altes Schnurtelefon mit Wählscheibe. Er hält inne. Lächelt beschwert und legt wieder auf. In einem kurzen Selbstgespräch überzeugt er sich noch einmal von der Stupidität dieser Callgirl-Idee; und rät sich zu einer kalten Dusche.

Während er unter der Dusche steht betritt SOPHIE, die wir aus der ersten Einstellung wiedererkennen mögen, das Zimmer. Bekleidet als Putzfrau.

THEO kommt nackt aus dem Badezimmer in den Raum, in dem SOPHIE bereits auf einem Sessel platz genommen hat; in verführerischer Pose sitzt sie vor ihm. Er ist erstarrt vor der Schönheit dieses jungen Mädchens, die seine Tochter sein könnte.
Zwischen den beiden herrscht eine unglaubliche Spannung, die nur durch SOPHIEs Verweiß auf THEOs Nackheit gebrochen wird. SOPHIE gesteht ihm, dass ELIAS sie bestellt habe – und selbstverständlich auch schon bezahlt.
THEO zieht sich – entgegen SOPHIEs Wunsch – wieder an; muss jedoch magisch an ihrem Antlitz kleben bleiben.
Erneut schiebt er seine Ehe, als Argument gegen das Geschehende, in den Mittelpunkt des Gesprächs. Er beginnt von seiner Frau MARIA zu erzählen; zu schwärmen. Von ihrem wunderschönenen Haar, ihren Lippen, ihren Augen – und bei jeder einzelnen Beschreibung schweift seine Aufmerksamkeit an SOPHIE vom beschriebenen Körperteil zum nächsten.
Seine Beschreibungen werden intimer, sein Verlangen größer – er küsst sie, packt sie, legt sie sanft auf‘s Bett.

Im Spital kommt eine Pflegerin ins Zimmer herein und fragt nach diesem THEO, nachdem unsere Protagonistin die ganze Zeit weint. Er sei nicht in Wien, so ihre emotional unterdrückte Antwort. Sie werde sein Leben nicht durch ein uneheliches Kind durcheinander bringen.

THEO liegt neben SOPHIE im Bett; er hält sie in seinen Armen. Sie erzählt ihm, wie sie mit diesem Job ihr Studium finanziert bekommt. Und das viel besser als ihre Komilitonen, welche bei McDonalds jobben oder Flyer verteilen. Da sei nichts verwerfliches dran.
Dennoch will sie nicht dass ihre Eltern davon erfahren, um zu verhindern dass sie sich die Schuld daran geben könnten. Dass sie glauben könnten ihr nicht genug Liebe als Kind gegeben zu haben; wie das mit Adoptiveltern nun einmal so sei.

Im Spital nimmt die Pflegerin das Neugeborene auf den Arm und schaut unsere Protagonistin mitleidig an; fragt sie ob sie sich sicher sei. Die Antwort ist, dass es niemand in ihrem Zuhause verstehen könnte; dass sie extra ein Jahr ins Ausland gegangen sei um die Schwangerschaft geheim zu halten, vor ihren gutbürgerlichen Eltern, vor ihrem Freund THEO. Adoption sei die einzige, die richtige Entscheidung.
Sie verabschiedet sich von ihrer kleinen Tochter – SOPHIE.
Die Pflegerin geht mit der Kleinen aus dem Zimmer und wünscht MARIA auf der Türschwelle noch Alles Gute.
MARIA bleibt weinend zurück.

SOPHIE und THEO stehen sich im Hotel bekleidet gegenüber. Er dankt ihr für ihre Gesellschaft. Dass sie ihm in dieser Stadt das Gefühl von Geborgenheit gegeben hat.
Ob er es seiner Frau MARIA gestehen will, fragt sie ihn. Manche Dinge, so seine Meinung, solle man besser in der Fremde lassen. Geheimnisse zerstören Familien und Moral sowie Ethik nur für jene, für die sie gelüftet werden.
SOPHIE verlässt das Hotelzimmer in den einsamen und langen Korridor.
THEO bleibt im leeren Zimmer zurück.
MARIA liegt im leeren Spitalzimmer und weint.

AKL on Tour

Vom 18. bis zum 22. August 2008 habe ich unsere Bundestagsabgeordnete Angelika Krüger-Leißner auf ihrer alljährlichen Fahrradtour, mit der Kamera, begleitet. In ihrem Auftrag entstand daraus nun eine mehrteilige Minidokumentation über die Tour, die Menschen und deren Projekte und Unternehmungen im Norden Oberhavels.

In den kommenden Wochen werden die Episoden kontinuierlich veröffentlicht. Die fertigen Filme könnt ihr euch unter http://www.a-k-l.de anschauen, sobald sie dort veröffentlicht werden.

Nun geht es an das nächste Projekt: Einen Imagefilm für die R&R Galerie aus Berlin. Die Dreharbeiten dazu beginnen nächste Woche.

Ach, übrigens, Ende des Monats gibt es die erste kleine Überaschung aus dem Hause Boodehoo Entertainments. Ich freue mich drauf, ich hoffe ihr auch -wenn es soweit ist.

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